Darum wird es gehen…
Ca. 5 Millionen Personen in Deutschland sind pflegebedürftig, wobei mehr als die Hälfte im häuslichen Umfeld alleinig durch An- und Zugehörige versorgt werden. Die häusliche Pflege geht dabei mit sehr hohen Belastungen für die pflegenden Angehörigen einher.<br>Ein hohes Entlastungspotenzial bieten die Pflegeberatung sowie speziell an die Bedarfe und Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen zugeschnittene Entlastungs- und Unterstützungsangebote wie z.B. der ambulante Pflegedienst, die Tagespflege oder Angehörigengruppen. Diese werden Stand heute jedoch noch unzureichend genutzt.<br>Es stellen sich die folgenden Fragen: Wie gefährdet sind pflegende Angehörige, selbst körperlich und/oder psychisch aufgrund der hohen Pflegebelastung zu erkranken? Wieso werden trotz der hohen Belastung und des assoziierten Erkrankungsrisikos die Pflegeberatung sowie Entlastungs- und Unterstützungsangebote unzureichend in Anspruch genommen? Sind die Nutzenden unzufrieden mit den Angeboten? Was muss geschehen, damit die Angebote zukünftig stärker genutzt werden? Wo finde ich als pflegender Angehöriger die passende Unterstützung? Und erleben pflegende Angehörige tatsächlich ausschließlich nur Belastung oder auch Positives im Zuge der häuslichen Pflege? Diese Fragen sollen in unserem Vortrag beantwortet werden. Dabei beziehen sich die beiden Vortragenden Natascha Lauer, M.Sc. und Sophia Bösl, M.Sc auf aktuelle Studienergebnisse der Befragung „Bedürfnisse und Bedarfe pflegender Angehöriger – Längsschnittstudie zur Stärkung der häuslichen Pflege in Bayern“ des Teams „Arbeitsgruppe Stärkung der häuslichen Pflege“ um Frau PD Dr. Anna Pendergrass (Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik, Uniklinikum Erlangen) Wann?: 14.07.26 17:30-19:00Uhr Wo?: Hörsaal ZMPT (Henkestr. 91, Erlangen)